Im Detail…
Nachfolgend alle Teilstücke mit Kartenausschnitten und Kommentaren zu den Streckenabschnitten, die man hätte besser machen können, oder wo ich mir bei der Planung nicht sicher war. Die blaue Linie auf den jeweiligen Kartenausschnitten ist der aufgezeichnete Weg, den wir tatsächlich gefahren sind. Gerne stelle ich auch auf Anfrage unseren Track bereit – allerdings sind dort wie beschrieben einige Extrakilometer drin, ich habe ihn nach der Tour nicht korrigiert oder neu gezeichnet. Geplant habe ich die Route im Suunto-Movescount-Portal.
München – Bad Tölz

Viele Wege führen nach Rom. Wir haben uns für den Weg aus der Stadt durch den Perlacher Forst entschieden. Bis Unterhaching kann man größtenteils auf Radwegen fahren, ab dort haben wir nicht sehr stark befahrene Landstraßen gewählt. Dabei ging es ziemlich hoch und runter – wir hatten eher mit einem leicht ansteigenden Profil gerechnet. Möglich ist auch die Route über Tegernsee, Kreuth und den Achenpass, das sind allerdings ein paar Extrakilometer.
Bad Tölz – Sylvensteinspeicher

Wir haben uns für die Route über die „Dörfer“ entschieden, hinter „Winkel“ sind wir auf den asphaltierten Radweg gewechselt. Der Weg über die B13 spart sicherlich ein paar Meter und Anstiege, ist aber auch stark befahren. Hinter Lenggries muss man aufpassen, nicht auf die Straße in die Jachenau zu geraten. Kurz vor dem Sylvensteinspeicher geht der Radweg links weg und führt am Ende durch einen kleinen Tunnel zur Staumauer – der war bei uns aufgrund Sanierungsarbeiten gesperrt, der Radweg ist aber definitiv empfehlenswert und durchgängig asphaltiert.
Sylvensteinspeicher – Achenkirch

Am Ende des Sylvensteinspeichers wollten wir weg vom Verkehr und sind auf einen zunächst asphaltierten Weg von der Hauptstraße abgefahren. Dieser wird irgendwann zu einer Schotterpiste, von daher nicht zu empfehlen. Auf dem Stück zwischen dem ehemaligen Grenzübergang auf der Achenseestraße und Achenkirch haben wir den Radweg komplett vermieden, da er teilweise Rampen hatte, die es auf der Straße nicht gab.
Achenkirch – Jenbach

Da die B181 entlang am Achensee offiziell für Radfahrer gesperrt ist, bleibt nicht viel anderes übrig, als den Radweg unten am Ufer zu nehmen. In Maurach gelangt man wieder auf die B181, wir haben uns für die Abfahrt über die Kanzelkehre entschieden. Es folgt die rasante Abfahrt ins Inntal, und der erste große Anstieg ist überwunden.
Jenbach – Hall in Tirol

Zwischen Wiesing und Jenbach sind wir auf der Straße gefahren und erst in Höhe Jenbach auf den Inntal-Radweg. Dadurch, dass wir in Schwaz unsere große Pause gemacht haben, hat es uns vom Radweg weg in die Innenstadt gezogen. Zwischen Schwaz und Hall in Tirol sind wir bis Pill Radweg gefahren, danach auf der Landstraße bis zum Industriegebiet Mils.
Hall in Tirol – Matrei am Brenner (Römerstraße)

Im Netz findet man einiges über die Römerstraße, die einen auf dem Aufstieg zum Brenner bis Matrei bringt – definitiv lohnenswerter und ruhiger als der Aufstieg über die stark befahrene B182. Wir haben uns für den Weg über Ampass, Aldrans nach Patsch entschieden, da man so schneller aus dem Inntal gelangt. Nach Patsch schlägt die Römerstraße einige Kapriolen, wo im Vergleich zur Bundesstraße der ein oder andere Höhenmeter mehr eingesammelt wird.
Matrei am Brenner – Brenner

Das Stück zwischen Matrei und Brenner verläuft über die B182 und führt durch die Gemeinden Matrei, Steinach, Stafflach, Gries und Lueg. Der Weg ist stetig, aber nicht steil ansteigend. Am Ende, die letzten Kilometer, zieht er etwas an. Die Ankunft am Brenner sollte man sich nicht wildromantisch vorstellen – viel Verkehr, viele LKWs, viele Straßen, Gleise und Gewerbegebäude.
Brenner – Sterzing


Nach der Ankunft am Brenner hat man die letzte wesentliche und längste zusammenhängende Steigung der Tour überwunden. Ab dem Brenner beginnt der Eisack-Radweg, bis dieser bei Bozen auf den Etschtal-Radweg trifft – ab hier geht es jetzt 90 km überwiegend und spürbar bergab. In Brennerbad haben wir zunächst den Radweg verlassen und sind auf die Brennerbundesstraße gewechselt, da der Radweg eine große Schleife durch das Pflerschtal dreht (ca. 6 km mehr). Tagsüber sicherlich schön zu fahren – in absoluter Dunkelheit haben wir uns die Extrakilometer gespart.
Sterzing – Brixen


Bei der Planung dieses Teilstücks waren wir uns absolut unsicher – in älteren Berichten war die Rede von Schotterpassagen auf dem Radweg. Da wir das Teilstück in der tiefen Nacht fahren würden und keine Überraschungen erleben wollten, sind wir bis Brixen ca. 85 % Straße gefahren. Vom Abstieg her verläuft das Teilstück weitestgehend flach, bevor es kurz vor Brixen wieder spürbar bergab geht.
Brixen – Bozen

Das Teilstück von Brixen nach Bozen macht richtig Spaß. Stetig bergab wechselt der perfekt ausgebaute Radweg immer mal die Eisackseite und kreuzt die Brennerautobahn unter ihren hohen Stelzen. Nach den letzten Eisenbahntunneln weitet sich das Tal wieder, und man erreicht Bozen.
Bozen – Trento

Ab jetzt beginnt der Etschtal-Radweg, der einen relativ monotonen Charakter hat. Das absteigende Gefälle ist kaum mehr wahrnehmbar, der Radweg verläuft immer parallel oder zwischen Autobahn und Etsch. Durch den Ausfall meiner Navigations-Uhr wurde es vor Trento ein wenig wild – wir sind auf die Straße gewechselt und gerieten voll in den morgendlichen Berufsverkehr, was auf den größeren Straßen kein angenehmes Erlebnis war.
Trento – Mori


Nach Trento kommt als nächste größere Stadt Rovereto. Das Stück zieht sich ganz schön, vor allem mit 330 km in den Knochen – nach wie vor ist der Radweg gut ausgebaut und beschildert. Bei der Abbiegung und dem Beginn der Auffahrt nach Mori haben wir uns ein wenig verfranzt und mussten durch einen kleinen Weinberg. Hier empfiehlt es sich, der geplanten Strecke treu zu bleiben oder den Schildern Richtung „Lago di Garda“ zu folgen.
Mori – Riva del Garda

Etwas unterhalb der Hauptverkehrsader zum Gardasee verläuft der Radweg bis kurz vor Nago, die Steigung ist nur noch sehr verhalten. Auch wenn es eigentlich für Radfahrer nicht erlaubt ist, wollten wir unbedingt die Straße zwischen Nago und Torbole fahren – vor allem, um das obligatorische Foto mit Gardaseepanorama aus der oberen Kurve zu schießen. In Torbole angekommen geht es an die Sarca und vorne am Strand Richtung Riva del Garda. Dort fährt man noch den Radweg außen an der Galerie und passiert recht bald das Ortsschild von Riva. Got it!
Für die eigene Planung lässt sich OpenStreetMap sehr gut verwenden. Alle hier verwendeten Kartenausschnitte basieren auf OpenStreetMap-Daten.