Deprecated: HFG\Core\Settings\Manager::load(): Implicitly marking parameter $customize_manager as nullable is deprecated, the explicit nullable type must be used instead in /mnt/web004/e0/54/510033754/htdocs/WordPress_01/wp-content/themes/neve/header-footer-grid/Core/Settings/Manager.php on line 112 Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /mnt/web004/e0/54/510033754/htdocs/WordPress_01/wp-content/themes/neve/header-footer-grid/Core/Settings/Manager.php:112) in /mnt/web004/e0/54/510033754/htdocs/WordPress_01/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 Transalp München Riva am Gardasee https://www.muenchenriva.de/ Alpencross Bike Abenteuer mit dem Rennrad: Ein Erlebnisbericht von München an den Gardasee an einem Tag. Vorbei an Bad Tölz, Lenggries, Achensee, Schwaz, Innsbruck, Matrei, Brenner, Sterzing, Brixen, Klausen, Bozen, Auer, Trento, Rovereto. Tue, 10 Mar 2020 20:32:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.5 Transalp Packliste https://www.muenchenriva.de/transalp-packliste/ https://www.muenchenriva.de/transalp-packliste/#comments Fri, 06 Sep 2019 06:09:37 +0000 https://www.muenchenriva.de/?p=935 Nachfolgend seht Ihr meine Packliste für die Transalp von München nach Riva del Garda. Da wir am Fahrtag erst um 14:00Uhr gestartet sind, hatte ich am Tag selbst noch Zeit die Dinge der konkreten Wettervorhersage anzupassen. Wie bereits beschrieben sind wir die Eintages-Transalp am Stück durch die Nacht bei teilweise regnerischer und windiger Vorhersage (Min… Weiterlesen »Transalp Packliste

Der Beitrag Transalp Packliste erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
Transalp München Riva - Packliste

Nachfolgend seht Ihr meine Packliste für die Transalp von München nach Riva del Garda. Da wir am Fahrtag erst um 14:00Uhr gestartet sind, hatte ich am Tag selbst noch Zeit die Dinge der konkreten Wettervorhersage anzupassen. Wie bereits beschrieben sind wir die Eintages-Transalp am Stück durch die Nacht bei teilweise regnerischer und windiger Vorhersage (Min 12°C / Max 25°C) gefahren. Wären wir tagsüber, bei hohen Temperaturen oder mit Übernachtung gefahren hätte ich anders gepackt, bitte beachtet das für Eure eigene Planung.

Ich habe deshalb im Voraus alle Dinge zurecht gelegt die in Frage kämen und habe dann beim endgültigen Packen einige Dinge rausgelassen. Ihr erkennt das an der Markierung (rechte Spalte X).

Die Transalp Packliste kann auch hier als Download heruntergeladen werden

Bike Zubehör, Ersatzteile und Pannenhilfe

Ersatzschlauch (2 Stück)

X

ErsatzzugX
FlickzeugX
Set ReifenheberX
Mini LuftpumpeX
Multitool (Mit Kettennieter)X
Ersatzkettenniet (Bolzen)X
Adapter Autoventil auf Presta-VentilX
Frontscheinwerfer (mit min. 10h Ausdauer)X
Rückscheinwerfer (mit min. 10h Ausdauer)X
Mini Ersatz-Rückscheinwerfer (für den Notfall)X
Mini KabelschlossX
Kabelbinder (3 groß / 3 klein) – you never know 😉X
Schaltauge
Ersatzspeiche (Notspeiche)

Ausrüstung – Hardware

FahrradhelmX
Leichter Rucksack (20 Liter)X
Regenhaube für RucksackX
Mini Packsack (um feuchte Kleidung von trockener zu trennen)X
SonnenbrilleX
Klarsicht-Brille (falls Regen bei Dunkelheit)X
Sonnencreme
ASSOS Chamois CremeX
Taschentücher (2 Packungen)X
Fahrradflasche (0,75 Liter / 2 Stück)X
Emergency Set (Rettungsdecke, Schmerzmittel, 2 Verbände, Pflaster, Desinfektion)X
Suunto Ambit 3 Peak (zur Navigation & Tracking)X
VDO Tacho (mit barometrischem Höhenmesser)X
MobiltelefonX
KopfhörerX
Autoschlüssel (für VW Bus vor Ort)X

Bekleidung

Bike Handschuhe – kurzX
Bike Handschuhe – langX
Leichte Sport Beanie
Trägerhose mit PolsterX
Kurze Radinnenhose mit Polster (Ersatz)X
Leichte Shorts (über der Trägerhose)X
Ärmelloses TopX
Leichte SockenX
Dickere Socken (Ersatz)X
Kurzarm Sportshirt (Trikot)X
Kurzarm Merino-ShirtX
Langarm Merino-Shirt
Langarm Sportshirt (Trikot)X
Leichte Primaloft JackeX
Atmungsaktive Regen- und WindjackeX
Lange RegenhoseX
BeinlingeX
Armlinge
Sommer-Radschuhe (Clickies mit hoher Sohlensteifigkeit)X
Leichte, kurze Regen-ÜberschuheX
Reflektorüberwurf (zum Umhängen)X

Bekleidung ab Start = ⊗

Sonstiges

Verpflegung (siehe Verpflegungsstrategie)X
PersonalausweisX
Europäische GesundheitskarteX
Kreditkarte, EC-KarteX
BargeldX
Löffel (für Selbstversorgung)X

Was hat gefehlt?

Aufgrund der Pannen und der widrigen Wetterbedingungen würde ich das nächste Mal folgende Dinge zusätzlich einpacken:

Mini Flasche Kettenöl
TIP TOP Radial Reifenpflaster
Kleines Taschenmesser

Zu der Transalp Packliste

Was ist genug…

Natürlich haben wir nicht alles doppelt mitgeschleppt sondern uns abgesprochen wer was mitnimmt (Bsp. Luftpumpe oder Emergency Pack).

Gerade bei der Primaloft Jacke (Dynafit M RADICAL 2 PRIMALOFT HOOD JACKET) habe ich sehr lange überlegt ob ich sie einpacken soll. Mit 385 Gramm ist sie zwar kein Schwergewicht für eine derartige wärmende Jacke, jedoch ist das Packmaß alles andere als klein. Als Tiefstwerte für die Tour waren um Mitternacht auf dem Brenner 12 °C angekündigt, allerdings wussten wir, dass ein regenreiches Tiefdruckgebiet mit starken Böen durchziehen würde. Die Situation auf dem Brenner hatte sich um Mitternacht wie folgt dargestellt. Es war stürmisch von Süden her, also Gegenwind, von den vorherigen Regenfällen war man von außen und innen durchnässt.

Ich muss ganz offen sagen, dass mir die Jacke den „Arsch“ gerettet hat, da sich die Temperatur da oben angefühlt hat wie zwischen 5 °C – 10 °C Grad. Siehe Tourbericht. Ich habe also die Primaloft Jacke als einziges Oberteil angezogen und es war nicht zu kalt oder zu warm. Als dann zwischen Sterzing und Bozen, eigentlich die komplette Nacht, ein massiver Regen einsetzte habe ich noch die Regenjacke drüber gezogen. Gerade in den Zwangspausen durch Pannen in der tiefen Nacht während des anhaltenden Regens wäre ich ansonsten ausgekühlt, da bin ich mir sehr sicher. Die Jacke habe ich dann gegen 7:00 Uhr, zwischen Bozen und Trento gegen ein letztes trockenes, langes Shirt ausgetauscht. Zu diesem Zeitpunkt war die Jacke inzwischen auch von innen und außen durchnässt, allerdings immer noch warm.

Was ist zu viel…

Das Einzige was ich am Ende der Tour tatsächlich an Bekleidungsstücken nicht benötigt habe waren die Beinlinge, die zweite Radhose und die Ersatzsocken. Der Rest wurde definitiv gebraucht und war bei Ankunft irgendwas zwischen klamm und nass.

Der Sinn der zweiten Radhose sollte darin bestehen, dass ich es hin und wieder auf langen Distanzen mit Sitzknochenproblemen zutun habe. In diesem Fall ist manchmal ein Radhosentausch ganz angenehm. Glücklicherweise blieb mir dieses Problem auf dieser Tour erspart.

Da wir Nachts auch teilweise über Landstraßen gefahren sind haben wir besonders großen Wert auf ausreichend Beleuchtung und Reflektoren gelegt. Der Gefahr nicht gesehen zu werden und von hinten „mitgenommen“ zu werden wollten wir definitiv vorbeugen, auch wenn es mehr Gewicht bedeutet.

Die puristischen Rennradfahrer unter Euch werden jetzt sicherlich mit dem Kopf schütteln, vielleicht liegt es daran, dass ich vom Mountainbiken komme, aber wie oben beschrieben ich hätte nicht auf viel verzichten können, ohne das etwas gefehlt hätte, zumindest bei diesen Bedingungen.


Die Transalp Packliste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Korrektheit. Meiner Meinung nach, mit vieljähriger Erfahrung von Mehrtagestouren und Alpenüberquerungen, sollte zwar alles dabei sein was man gebrauchen kann, allerdings ist jede Tour anders. 
Sobald Strecke, Wetter, Bike-Art, Erfahrung oder Zeitkorridor anders sind, kann das dazu führen, dass die Liste anders aussieht.
Ich selbst hatte kurz vor der Tour mein Bike noch im Service, aus diesem Grund habe ich auf ein paar Teile verzichtet. Prinzipiell vertrete ich selbst die Einstellung, dass es weniger schlimm ist ein paar Gramm mehr mitzuschleppen, als die Tour abbrechen zu müssen, weil etwas zuhause geblieben ist.

Der Beitrag Transalp Packliste erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
https://www.muenchenriva.de/transalp-packliste/feed/ 1
Transalp Zeitplanung https://www.muenchenriva.de/transalp-zeitplanung/ https://www.muenchenriva.de/transalp-zeitplanung/#respond Fri, 23 Aug 2019 09:48:59 +0000 http://muenchenriva.de/?p=543 Wie schon bei der Verpflegungs- und Pausenstrategie erläutert ist die Festlegung des Abfahrtszeitpunktes maßgeblich für diverse Faktoren der Tour. Fangen wir vielleicht zuerst mit dem Datum an. Unser ursprünglicher Plan war rund um die Sonnenwende (21. Juni) zu fahren, da man zu diesem Zeitpunkt am wenigsten Dunkelheit hat, aber die Temperaturen schon angenehm sind. Allerdings… Weiterlesen »Transalp Zeitplanung

Der Beitrag Transalp Zeitplanung erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
Transalp München Riva - Zeitplanung

Wie schon bei der Verpflegungs- und Pausenstrategie erläutert ist die Festlegung des Abfahrtszeitpunktes maßgeblich für diverse Faktoren der Tour. Fangen wir vielleicht zuerst mit dem Datum an. Unser ursprünglicher Plan war rund um die Sonnenwende (21. Juni) zu fahren, da man zu diesem Zeitpunkt am wenigsten Dunkelheit hat, aber die Temperaturen schon angenehm sind. Allerdings wurde ich im Januar erst operiert und daraus resultierte ein frühester Trainingsstart Mitte Februar. Mir persönlich war die zur Verfügung stehende Aufbauzeit zu kurz. Der nächste arbeits-, familien- und wetterkompatible Slot war dann ab Dienstag dem 6. August bis Freitag 9. August.

Wann ist richtig, wann ist falsch?

Kai um Mitternacht vor dem Ortsschild am Brenner.
Mitternacht am Brenner, Punktlandung.

Die erste Augusthälfte ist in Italien die Hauptferienzeit, dass sollte man auf dem Schirm haben. Entsprechend früh sollte man sich an die Reservierung von Unterkunft und Transfer machen. Die Transalpveranstalter schleusen in diesen Wochen die Transalpgruppen am Fließband über die Berge. Zusätzlich dazu haben Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und die Schweiz Schulferien, am Gardasee ist also der Teufel los.
Es ist vor Ort gechillter wenn man außerhalb der Hauptferienzeit fährt, kam für uns allerdings 2019 nicht in Frage. Wartet man bis Ferienende, also September, kann es in der Nacht schon relativ frisch werden. Mit Pech erwischt man Schneetreiben am Brennerpass, und es ist nachts noch mal ein ganzes Stück länger dunkler.

Bei einer Nachtfahrt empfiehlt es sich auch den Termin mit der Mondphase abzustimmen. Wir hatten das erste Viertel nach Neumond auf der Tour und das war schon ganz schön dunkel. Gepaart mit dem Regen in der Nacht war die Sicht schon reichlich beschränkt und hat vollste Aufmerksamkeit erfordert.

Warum durch die Nacht?

Für uns gab es dafür 3 Hauptgründe:

  1. In Berichten von Transalpern, die den Etschtal Radweg von Bozen zum Gardasee fahren liest man oft von ziemlich starkem Südwind.
    Hier ein Auszug von der Kalterer See Homepage (http://www.kalterersee.com):
    Schon ab März weht bei stabiler Hochdruck-Wetterlage der Südwind, die bekannte “Ora”, vom Gardasee hoch durch das Etschtal bis zum Kalterer See. Meist geschieht dies nach 14.00 Uhr, ihre volle Kraft von 4 bis 6 Beaufort erreicht die Brise erst etwas später am Nachmittag.
    Mit bereits 300 km in den Knochen wollten wir uns das ersparen, ein solcher Gegenwind trägt sicherlich nicht zum Fahrspaß bei. Wer schon am Gardasee war der kennt die Winde, die auf einmal da sind und ziemlich anhaltend sein können.
    Hintergrund ist das sich aufwärmende Gestein und die Hänge rings um das Etschtal. Von dort steigt der Wind auf und es bildet sich der sogenannte Talwind in südlicher Richtung.
    Um dieses Windphänomen zu umgehen fährt man in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend. Entweder bevor sich das Gestein erwärmt, oder wenn sich die Hänge wieder abgekühlt haben.
    Da wir aber nicht in den späten Abendstunden/Nacht am See ankommen wollten um uns dann direkt ins Bett zu legen haben wir uns für die Variante in den frühen Morgenstunden entschieden. Siehe da, auch wenn wir windtechnisch vor allem bis Bozen Pech gehabt haben, zumindest auf diesem Teilstück ist der Plan aufgegangen. Es war gefühlt windstill oder sogar ein leichter Rückenwind zu verspüren.
  2. Effektive Nutzung unseres Zeitfensters. Wir wollten auf keinen Fall an einem Wochenende fahren, da in Bayern und Tirol viele Motoradfahrer und Ausflugsverkehr unterwegs sind. Auf der italienischen Seite fährt man ja weitestgehend Radwege, somit stellt der Autoverkehr dort kein Problem dar. Ohnehin sah unser Zeitfenster ja nur Dienstag bis Freitag vor. Wenn man also nicht nachts am Gardasee ankommen will bleibt nicht viel übrig als um die Mittagszeit in München loszufahren. Rechnet man vorwärts sollte man so in den frühen Morgenstunden in Bozen ankommen um die „Ora“ zu umgehen, theoretisch zumindest.
    Wir haben mit einer Ankunft um ca. 10:00 Uhr am Gardasee kalkuliert. Der Plan sah vor dann eine Dusche zu nehmen und etwas zu Essen. Gefolgt von einem kühlen Getränk und einer 2 bis 3 stündigen Siesta um den Tag am See nutzen zu können. Dass die Siesta dann aufgrund der Hitze ausfiel und kein Schlaf möglich war hat dem Tag überraschenderweise keinen Abbruch getan. Hätte mich das jemand vorher gefragt, hätte ich mich schwierig mit dem Gedanken anfreunden können. Aber auch das ist Typ-und Tagesform abhängig wie man eine durchgefahrene Nacht wegsteckt.
  3. Tagsüber kann es jeder. Die obigen Punkte zusammengenommen haben wir als Bestandteil der Herausforderung gesehen und uns zur Nachtfahrt entschlossen. Auch eine solche Erfahrung kann man ja mal machen, die auch Vorteile mitbringt. Bei einem Tourstart in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden ist der Schlaf zuvor oft sehr unruhig und wenig erholsam. Startet man zur Mittagszeit ist es auch bei schlechtem Einschlafen möglich das Schlafdefizit dadurch auszugleichen, dass man länger schlafen kann.
    Rückblickend muss ich sagen, dass ich mich unterdessen schon gefragt habe ob die Nachtfahrt die richtige Entscheidung war. Aber, wie beschrieben, hatte ich glücklicherweise mit der Müdigkeit weniger Probleme. Es gab allerdings einen Moment als wir in Schwaz im Inntal bei anbrechender Dämmerung das einzige Mal eingekehrt sind und die ersten Regenschauer einsetzten als uns die Wirtin fragte wo wir denn bei dem Wetter noch hinwollten. Mit der Antwort „Zum Gardasee“ riefen wir ungläubige Blicke hervor und sie fragte uns ob wir eine Wette verloren hätten oder sie jetzt „pflanzen“ wollten. Doch, in diesem einen Moment habe ich mich gefragt: „Was mache ich eigentlich hier?“

Vorwärtsrechnung

Um die Ankunft am See zu berechnen ist die Rechnung relativ einfach:

Gesamtstrecke / erwarteter Schnitt + geplante Pausen = Gesamtzeit

Das Ergebnis wird auf die Abfahrtszeit addiert und so erhält man die ungefähre Ankunftszeit. Vor der Tour habe ich Berichte gelesen wo reine Fahrzeiten von 16 h – 18 h angegeben wurde. Wir haben uns für die Mitte entschieden und mit 17 h gerechnet, was einem Schnitt von knapp 23km/h entspricht.

Bei unserer Pausenstrategie, alle 50 km ca. 15 Minuten Pause und zusätzlich einer langen Pause im Inntal bevor es in die Nacht geht, kann man gutmütig noch 3 h dazurechnen.

390 km Strecke / 23 km/h Schnitt + 3 Stunden Pause = 20 h Gesamt

Am Ende waren wir in 21 h am Gardasee, haben aber sicherlich 60 Minuten durch Pannen verloren. Wären die Bedingungen besser gewesen, vor allem der Regen in der Dunkelheit, hätten wir sicherlich noch einen besseren Schnitt gehabt. Auf der Abfahrt zwischen Brenner und Bozen kann man schon richtig Gas geben (wenn man denn was sieht ).

Den eigenen Langstrecken-Schnitt solltet man auf den langen Trainingstouren herausfinden. Wir haben in der ersten Hälfte vermieden am Limit zu fahren da einem sonst hinten raus die Körner fehlen können. Deshalb empfiehlt es sich während der Tour den Schnitt im Auge zu behalten und mit der Kraft zu haushalten.

Zur Berechnung der Fahrzeit oder Ankunftszeit eignet sich der Pace Rechner von TriLifeLove hervorragend.

Der Beitrag Transalp Zeitplanung erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
https://www.muenchenriva.de/transalp-zeitplanung/feed/ 0
Motivation und Strategie https://www.muenchenriva.de/motivation-strategie/ https://www.muenchenriva.de/motivation-strategie/#respond Sat, 17 Aug 2019 17:00:12 +0000 http://muenchenriva.de/?p=253 Klingt selbstverständlich… ist es aber nicht. Die Motivation und Strategie muss stimmen für die Tour sonst wird es schwierig. Vor allem in den frühen Morgenstunden hatte ich sehr stark mit dem Durchhaltevermögen zu kämpfen. Sicherlich gibt es ohnehin eine Grundmotivation wenn man 6 Monate auf ein konkretes Event hintrainiert. Nichts desto trotz sind die Anstrengung… Weiterlesen »Motivation und Strategie

Der Beitrag Motivation und Strategie erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
Klingt selbstverständlich…
Transalp München Riva - Motivation

ist es aber nicht. Die Motivation und Strategie muss stimmen für die Tour sonst wird es schwierig. Vor allem in den frühen Morgenstunden hatte ich sehr stark mit dem Durchhaltevermögen zu kämpfen.

Sicherlich gibt es ohnehin eine Grundmotivation wenn man 6 Monate auf ein konkretes Event hintrainiert. Nichts desto trotz sind die Anstrengung und Müdigkeit ein starker Gegenpol. Ich bin froh die Tour zusammen mit einem guten Freund gefahren zu sein, da man sich in solchen Momenten wieder gegenseitig motivieren kann. Zu wissen wie der andere tickt ist ein großer Vorteil. Wir hatten beide unsere Momente, v.a. zwischen Bozen (5:30Uhr) und Trento (8:00Uhr). Ich bin mir nicht sicher ob man durchgezogen hätten, wäre man alleine gewesen. 

Trotzdem  ist es meiner Meinung nach nicht verkehrt sich vor der Tour noch mal seiner eigenen Motivation bewusst zu werden. Warum tue ich das? Bei mir war es relativ einfach. Nach meiner Operation im Januar wollte ich mir beweisen, dass so was (noch) geht. Dazu kommt die Tatsache, dass sonst all die Trainingseinheiten und Vorbereitungen umsonst gewesen wären und der einmalige Slot (siehe Aufenthalt und Rücktransfer) in dieser Form nicht noch einmal kommt.

Für mich persönlich haben diese Motivationsfaktoren gereicht gegen Müdigkeit und Knieschmerzen zu kämpfen und die Tour zu Ende zu bringen. Oft genug habe ich jedoch während der Fahrt darüber nachgedacht. 

Pausenstrategie

Wir haben uns darauf geeinigt nach jeweils 50 km eine Pause zu machen. Wichtig ist bei einer solchen Distanz niemals in den Bereich zu gelangen wo die  Kohlenhydratereserven aufgebraucht werden (Hungerast). In Kombination mit Erschöpfung und Müdigkeit kann es das Ende der Tour bedeuten, weil man nur schwierig aus dem Modus wieder rauskommt.

Um bei diesen Punkt auf der absolut sicheren Seite zu sein, haben wir uns dazu entschlossen lieber einmal mehr als zu wenig Pause zu machen. Bei 390 km bedeutet dies, dass es ca. 7 Pausen gibt. Von diesen 7 Pausen haben wir festgelegt, dass es eine längere Pause (ca. 1h) gibt, bevor es in die Nacht geht und die anderen Pausen nach Möglichkeit nicht länger als 15 Minuten sind.

Die Pausenplanung ist sicherlich auch stark typbedingt. Wir beide ticken da glücklicherweise relativ gleich und empfinden lange Pausen eher so, dass sie einen aus dem Rhythmus bringen und es nach der Pause einiger Anstrengung bedarf wieder reinzukommen. 

Auch wurde nicht in jeder Pause etwas Großes gegessen. Mal wurde die Zeit für Veränderungen an der Bekleidung genutzt, mal wurde nur ein Riegel gegessen. In jedem Fall aber haben wir uns kurz miteinander verständigt; Wie es bei dem anderen aussieht und was auf den nächsten 50 km zu erwarten ist. Da man prinzipiell eher hintereinander fährt, waren das die wenigen Momente wo wir uns austauschen konnten.

Dies war unsere Strategie, also Theorie. Natürlich hat auch das nicht ganz so geklappt wie geplant, aber es ist nicht schlecht einen Leitfaden zu haben an dem man sich während der Fahrt orientieren kann.

Verpflegungsstrategie

Die Strategie zur Nahrungsaufnahme ist sehr stark davon abhängig um wie viel Uhr gestartet wird. In unserem Fall, 14:00Uhr ab München bedeutet das, ca. 19:30Uhr Schwaz im Inntal, ca. 00:00Uhr Brenner, ca. 5:00Uhr Bozen, ca. 7:30Uhr Trento (theoretisch).

Da wir uns für die Alte Römerstraße (Auffahrt Brenner ab Innsbruck) entschieden haben bedeutete dies, dass es quasi zwischen Innsbruck und dem Trentino keine Möglichkeit der Einkehr gab, selbst Tankstellen mit kleinen SB Shops die geöffnet hatten gab es nicht. Es hätte anfangs auf der Alten Römerstraße noch die Möglichkeit gegeben in einem der Wirtshäuser (Aldrans, Lans, Patsch) einzukehren. Das muss allerdings jeder selber wissen, wie er darauf reagiert während einer Auffahrt groß zu essen. Wir haben uns entschieden ca. 30 Minuten vor Start Auffahrt Brenner (Schwaz im Inntal) zu speisen, damit entsprechende Kohlehydrate im richtigen Moment abrufbar sind.

Diese Begebenheit ist definitiv ein Thema bei der Tour. Egal um welche Uhrzeit gestartet wird, es wird sehr wahrscheinlich immer einen Zeitraum geben, in dem man auf seine eigene Verpflegung angewiesen ist.

Um uns eine gewisse Flexibilität für den Abfahrtszeitpunkt offen zu halten haben wir uns entschieden, dass jeder für sich genug Verpflegung dabei hat um die Tour notfalls völlig autark zu fahren. Was bedeutet das? Ich selbst habe mir als Hauptnahrung 4 Beutel Nudeln mit Bolognesesauce vorbereitet, jeweils 400 Gramm.

Kleine Muschelnudeln und eine teilweise pürierte Sauce kamen in die Verpflegungssäcke
400 Gramm Nudel Bolognese pro Sack
4 Säcke á 400 Gramm waren im Rucksack

Nachfolgend meine Nahrungspackliste:

  • 6 x PowerBar Ride Energy Riegel (Peanut Caramel / 55 Gramm)
  • 3 x PowerBar Power Gel Hydro (Orange / 67 Gramm)
  • 4 x Nudel Bolognese Sack (400 Gramm)
  • 4 x Bananen (120 Gramm)
  • Seeberger Nuts’n Berries (150 Gramm)
  • Snickers (57 Gramm)
  • PowerBar Caffeine Boost (25 Gramm)
Weitere Verpflegung im Rucksack

Das bedeutet zu Anfang der Tour hatte ich ca. 2,8 kg Nahrung im Rucksack. In Schwaz habe ich eine Frittatensuppe und ein Toast Hawaii zu mir genommen, da ich ein richtig großes, fettiges Essen vermeiden wollte. Übriggeblieben am Ende der Tour waren 1 Beutel Nudeln, 1 Power Gel, 1 Ride Energy Riegel und die Seeberger Nüsse. Wären wir also in Schwaz nicht eingekehrt, wäre wahrscheinlich nahezu nichts übrig geblieben. 

Wer die Tour mit ähnlicher „Selbstversorgerstrategie“ fahren will dem empfehle ich schon bei den Übungsrunden mit schweren Rucksäcken zu fahren. Das Gewicht Nahrung + Rest ist definitiv nicht zu unterschätzen und ein Unterschied wenn man sonst nur mit Handy in der Trikottasche fährt. Man muss sich auch nichts vormachen, mitten in der Nacht oder im Morgengrauen kalte Nudel-Bolognese aus der Tüte zu spachteln hat nichts mit Genuss zu tun. Teilweise mussten wir es runterwürgen und wirklich überwinden davon zu essen. Wir haben uns allerdings nie gemästet sondern immer zugesehen, dass man ausreichend versorgt ist ohne den Körper mit der Verdauung zu überfordern.

Rückblickend haben wir während der Fahrt nicht wenig gegessen, ich selbst bin auch ohne großes Hungergefühl am Gardasee angekommen. Wahrscheinlich hätte es auch weniger getan, aber wie gesagt, auf keinen Fall wollte ich das Risiko eingehen einen Hungerast zu bekommen.

Trinken

Jeder von uns hatte zwei 0,75 Liter Fahrradflaschen am Rahmen. Diese haben wir problemlos bis Schwaz immer wieder auffüllen können (Tankstelle oder MPreis am Achensee). Schon mit dem Wissen, dass es zwischen Auffahrt Brenner und Bozen nicht möglich sein wird weitere Getränke zu kaufen, hab ich mir am Achensee eine 0,5 Liter Flasche Cola gekauft die zunächst im Rucksack verschwand.

Einer der Vorteile einer Nachtfahrt ist, dass im Hochsommer das Dehydrierungsrisiko geringer ist. Sollte man einen Tag mit 40 Grad erwischen, gewinnt eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung elementaren Stellenwert und Priorität. Da wir es eher zu kühl und regnerisch hatten war die Flüssigkeitsversorgung kein großes Thema.

Bis auf die Cola, welche am Grenzübergang nach Italien auf dem Brenner fällig war, habe ich nur mit Wasser aufgefüllt. Abwechselnd habe ich immer eine der beiden Trinkflaschen mit einer Tablette PowerBar 5 Electrolytes – Pink Grapefruit gespickt. Man gewinnt so fortlaufend Elektrolyte zurück und außerdem beinhalten die Tabletten Koffein. Sonst habe ich vom Trinken her (Cola und Power Gels ausgenommen) auf glukosehaltiges verzichtet.

Auch wenn wir verhältnismäßig kühles Wetter hatten haben wir 2 Brunnen genutzt um unsere Flaschen aufzufüllen, da es wirklich keinerlei Möglichkeiten gab anderweitig Wasser zu holen.

Brunnen in Matrei am Brenner, Brennerstr. 46, Bäckerei Aste
Brunnen in Matrei am Brenner, Brennerstr. 46, Bäckerei Aste
Brunnen in Sterzing, Stadtplatz, Tourismusverein/Mittelschule
Brunnen in Sterzing, Stadtplatz, Tourismusverein/Mittelschule

Auf dem Etschtalradweg ab Bozen, solange er noch in Südtirol verläuft, gibt es immer wieder Wasserstellen an den Radraststellen. Mit dem Übertritt ins Trentino hören diese abrupt auf (Stand 2019). Wer sich also das Ansteuern eines Supermarktes oder einer bewirtschafteten Raststation sparen will sollte hier noch mal seine Flaschen auffüllen. Bei uns hat es dann bis zum Gardasee gereicht, weiterhin ohne Einkehr.

Am mentalen Tiefpunkt der Tour ca. 6:30Uhr auf der Höhe von Auer (Südtirol) habe ich Gebrauch von dem Koffein Shot gemacht. Ich muss sagen, dass ich diesen deutlich gemerkt habe und dieser mich auch spürbar aus dem Müdigkeitstief geholt hat. Geschmeckt hat er allerdings grauenhaft. Mein Mitstreiter Theo hatte mehr mit der Müdigkeit zu kämpfen und teilweise zwischen 5:00Uhr – 7:00Uhr sekundenschlafähnliches Verhalten. D.h. die Müdigkeit ist bei der Nachtfahrt definitiv etwas was einem das Leben schwer macht. Man sollte sich im vornherein Gedanken machen wie man das für sich am passendsten beispielsweise durch gezielte Koffeinaufnahme ausgleichen kann. Am Vortag haben wir beide ganz normal ca. 8 Stunden bis 7:00 Uhr morgens geschlafen.

Zucker

Wir haben sehr bewusst versucht auf stark glukosehaltige Getränke und Nahrungsmittel so lange wie möglich zu verzichten. Ich denke aber, dass auch dies typabhängig ist und einfach eine andere Gesamtstrategie darstellt. 

Wir hatten zu viel Respekt davor, wenn es nach stark zuckerhaltigen Nahrungsmitteln wieder nach unten geht und wieder nur mit weiterem Zucker auszugleichen ist. Wenn man allerdings die Teilnehmer bei einem Iron Man Contest sieht, muss die Glukose-Strategie ja auch irgendwie funktionieren, da dort ja eigentlich nur Gels, Riegel und glukosehaltige Getränke zu sich genommen werden. Ich selbst kenne das Gefühl allerdings sehr gut von Mittelstreckentouren wie es irgendwann schlagartig nach unten geht, sobald die Wirkung eines Gels oder Zuckergetränks verbraucht ist. Diese Erfahrung wollten wir uns ersparen. Deshalb haben wir durchgängig für einen ausgeglichen Kohlehydrat-Haushalt auf Basis von Nudel-Bolognese + Banane + Riegel gesorgt.

Letztendlich habe ich vor der Brennerauffahrt und vor der Auffahrt nach Nago (Gardasee) jeweils ein Gel zu mir genommen. Am Brenner-Grenzübergang vor der Abfahrt eine 0,5 Liter Flasche Cola und ein Snickers, was aber eher eine mentale Belohnung nach dem letzten großen Anstieg der Tour dargestellt hat. 

Die Zuckerstrategie muss jeder für sich selbst entscheiden, es empfiehlt sich aber auf den Übungstouren damit zu experimentieren. Wer tagsüber fährt ist insgesamt auch flexibler. Zum einen kann man unterwegs einkehren und zum anderen auch Nahrungsmittel nachkaufen. Wer früh mit Glukose anfängt, sollte auch genug mithaben damit es bis zum Ende reicht. Vor allem aber immer genug dazu trinken.

Einen interessanten Artikel zum Hungerast und der Zuckerversorgung gibt es bei Rennrad - Das Magazin: Gegen den Hungerast

Der Beitrag Motivation und Strategie erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
https://www.muenchenriva.de/motivation-strategie/feed/ 0
Aufenthalt und Rücktransfer https://www.muenchenriva.de/aufenthalt-und-ruecktransfer/ https://www.muenchenriva.de/aufenthalt-und-ruecktransfer/#comments Sat, 17 Aug 2019 17:01:05 +0000 http://muenchenriva.de/?p=257 Die Planung von Aufenthalt und Rücktransfer gehören genau so zur Transalp-Vorbereitung wie das Training oder die Routenplanung. Klar war, dass wir nicht am nächsten Tag wieder Heim fahren werden nachdem wir die Tour absolviert haben. Ein paar Tage am Gardasee zur Kompensation der Anstrengung der letzten Nacht und Wochen waren fest eingeplant. Angenehmes Klima, Lago-Flair… Weiterlesen »Aufenthalt und Rücktransfer

Der Beitrag Aufenthalt und Rücktransfer erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
Transalp München Riva - Transfer

Die Planung von Aufenthalt und Rücktransfer gehören genau so zur Transalp-Vorbereitung wie das Training oder die Routenplanung. Klar war, dass wir nicht am nächsten Tag wieder Heim fahren werden nachdem wir die Tour absolviert haben. Ein paar Tage am Gardasee zur Kompensation der Anstrengung der letzten Nacht und Wochen waren fest eingeplant. Angenehmes Klima, Lago-Flair und das hervorragende italienische Essen bauen den erschöpften Körper in kürzester Zeit wieder auf.

Die Qual der Wahl

Allerdings war ja nie so ganz klar wie lange wir brauchen und wann wir genau ankommen werden. Wir wollten uns Flexibilität für den Abfahrtszeitpunkt bewahren (siehe Zeitplanung), sollte das Wetter für den geplanten Zeitpunkt nicht passen. Eine solche Flexibilität ist bei einem Hotel ohne 24h Empfang problematisch, genau so bei Pensionen oder airbnb Wohnungen.

Aus diesem Grund mussten wir uns überlegen wo wir übernachten und wie wir zurückkommen.

Gardasee-Panorama vom Monte Brione

Gardasee Rücktransfer

Folgende Varianten haben wir in Betracht gezogen. Konkrete Namen möchte ich hier nicht nennen, da sich die Anbieter immer wieder verändern. Google spuckt dazu jedoch einiges aus, verwendet man die richtigen Suchbegriffe. Beispielsweise: Gardasee Shuttle Rücktransfer PKW Überführung

PKW Überführung

Es gibt Anbieter, speziell auf Gardasee Transalper gemünzt, die den eigenen PKW überführen. Beispielsweise von Garmisch, Innsbruck, o.ä. zum Gardasee. Hab und Gut welches der Transalper nach der Tour braucht wird ins Fahrzeug geladen. Danach wird der Zweitschlüssel oder das ganze Fahrzeug übergeben und ein Stellplatz am Gardasee (Tiefgarage, Campingplatz-Parkplatz) vereinbart. Am See sieht der Transalper sein Fahrzeug dann das nächste Mal wieder.

Grundsätzlich ein sehr komfortabler Weg wenn auch nicht ganz günstig. Kommt eher nur für Transalper in Frage die im Süden Deutschlands wohnen. Die Anbieter sitzen überwiegend in Österreich und kommen nur begrenzt bis nach Deutschland um das Auto zu holen. Wir haben diesen Service bereits schon 2011 bei einer MTB Transalp in Anspruch genommen. Vorher den Stellplatz auf einem Campingplatz in Torbole reserviert und das Auto mit Campingausrüstung vollgeladen. Übergabe war damals in Garmisch. 2011 hat das problemlos funktioniert, dieses Mal waren wir allerdings zu spät dran. Zum Zeitpunkt der Anfrage im März gab es rund um unseren Wunschtermin keine Kapazitäten mehr.

Gardasee Shuttle Bus

Es gibt diverse Transalp-Veranstalter die freie Kapazitäten in Reisebussen anbieten. Diese shutteln oft via München oder Garmisch zurück nach Deutschland. Entweder sind die Busse selbst vom Veranstalter oder von einem weiteren Unternehmen welches seine Kapazitäten anbietet. 

Zum Zeitpunkt unserer Anfrage hätte es noch freie Kapazitäten gegeben, preislich ist der Transfer in Ordnung. Allerdings ist man sehr stark zeitlich gebunden. Oft fahren die Busse samstags oder sonntags meist am frühen Morgen zurück nach Deutschland. Freitags mussten wir zurück in München sein, das stand fest. Den Abreisetag am See wollten wir noch voll nutzen und vor allem am frühen Morgen keine Hektik. Deshalb haben wir auch diese Variante verworfen.

Flixbus

Der Flixbus hält sowohl in Rovereto als auch in Trento. Am Gardasee selbst hält er nur in südlichen Gemeinden (Garda, Lazise, Peschiera). Preislich gesehen ist der Flixbus die günstigste Variante. Allerdings setzt die Variante auch voraus, dass man zum Abfahrtspunkt noch eine gewisse Strecke zurücklegt. Das hätte bedeutet, dass wir nach Rovereto oder Trento zurückradeln hätten müssen. Obwohl es auch hier schöne Varianten gibt, wenn man genug Zeit hat: Mit Rad und Rucksack auf die Fähre in einen der südlicheren Orte. Von dort sind es oft nur noch wenige Meter zur Bushaltestelle.

Da der Flixbus weitaus öfters fährt als ein dedizierter Transalp Shuttle ist die Flexibilität größer. Allerdings hat er durch die verschiedenen Zwischenstopps eine längere Fahrzeit. Am meisten hat uns an der Variante gestört, dass man dem Bus entgegenkommen muss. Wir waren ehrlich gesagt nicht bereit uns noch mal aufs Rad zu setzen. 😉

Zug

Von Rovereto fährt ein Eurocity über Innsbruck, Rosenheim nach München. In den letzten Jahren hört man allerdings nicht viel Gutes darüber. (Korrigiert mich bitte, falls ich das falsch aufgefasst habe). Die Züge sind teilweise so voll, dass Biker entweder gar nicht reinkommen oder die Bike-Abstellflächen sind mit Koffern zugestellt. Auch habe ich schon gelesen, dass es zu gewissen Saisonzeiten in Stoßzeiten verboten ist mit Bike den Zug zu betreten.

Stellt Euch das wie folgt vor: Ihr steht mit Eurem Bike am vollen Gleis in Rovereto. Endlich habt ihr es geschafft in ein Abteil zu gelangen. Wo Ihr dann leider feststellt, dass dort kein Platz ist. Das Ganze Spielchen also von vorn im nächsten Wagon. Raus und rein, da Ihr mit dem Rad nicht durch die Wagons kommt. Das kann Stress bedeuten, den wir von vorn herein ausschließen wollten. Zumal wir auch bei dieser Variante mit dem Bike bis nach Rovereto hätten zurückfahren müssen.

Das Risiko war uns zu groß, nicht in den gewünschten Zug zu kommen. Bis nach München sind es ja noch einige Stunden. Wer weiß wann wir dann angekommen wären.

Privater Transfer

Letztendlich hatten wir Glück, und deswegen spreche ich hin und wieder auch über den einmaligen Slot, dass Theo und seine Frau schon Freitags vor unserer Tour (wir sind Dienstag Mittags gestartet) mit dem VW Bus zum Gardasee gefahren sind. Dort haben sie dann das Wochenende verbracht und sind Sonntags nur mit Rucksack zurück mit dem Eurocity nach München. D.h. der VW Bus Stand auf einem Campingplatz-Stellplatz in Riva von Freitag bis Freitag. 

Auf diese Weise konnten wir alles was wir brauchten einfach in den Bus schmeißen. Zusätzlich waren wir völlig flexibel wann wir am Gardasee ankommen und wann wir freitags zurück nach München aufbrechen. Preislich gesehen war das natürlich nicht die günstigste Variante, vom Komfort her allerdings die Beste. 

Da wir beide ohnehin lieber auf einem Campingplatz als in einem Hotel-Zimmer wohnen, hätte es nicht besser laufen können. Dass der ganze Plan umsetzbar war hat erfordert, v.a. für Theo und seine Frau, mit Urlaubstagen und Kinderbetreuung zu jonglieren. Glückliche Fügung das alles geklappt hat! Man muss auch beachten, dass man bei den Bus- und Zugtransfers vor Ort am See nur das zur Verfügung hat, was man auch im eigenen Rucksack selbst über die Alpen fährt. Bei einem Privattransfer oder der Überführung des eigenen PKW ist der Gepäcktransfer ein riesiger Pluspunkt, da dies den Aufenthalt am Lago natürlich viel komfortabler gestaltet.

Möglich ist natürlich auch, dass man jemanden im Freundes- oder Familienkreis findet, der das Auto zeitgleich mit der Tour an den See fährt und mit einem gemeinsam dort die Tage vor Ort verbringt. Auch haben wir mit dem Gedanken gespielt, wäre es auf ein Hotelzimmer hinausgelaufen, vorher ein Paket mit Klamotten dort hin zu schicken. Bei Hotels in Italien waren wir uns allerdings nicht so sicher, ob das hinhauen wird. 

Die Unterkunft

Letztendlich wurde uns diese Entscheidung durch den Privattransfer mit dem VW Bus abgenommen. Am Gardasee gibt es jegliche Form der Unterkunft und so liegt es an der eigenen Präferenz wofür man sich entscheidet.

Wie bereits oben beschrieben gibt es allerdings 2 Faktoren die man in die Unterkunftssuche einbeziehen sollte. Ist es irgendwie möglich Gepäck, abgesehen von dem im eigenen Rucksack, dort vorab zu deponieren? Ist es möglich rund um die Uhr dort anzureisen?

Bei einem Hotel wo der Check-In nur bis 22:00 Uhr besetzt ist und Ihr kommt nach 18-20 Stunden Alpenüberquerung dort um 23:00 Uhr an kann dies zu Problemen führen, die man zu diesem Zeitpunkt garantiert nicht haben möchte (Gleiches gilt für die frühen Morgenstunden). Ähnlich verhält sich das bei Ferienwohnungen oder airbnb Wohnungen wo oft die Schlüsselübergabe vorab zu Geschäftszeiten vereinbart wird. 

Stellplatz auf dem Campingplatz Al Lago in Riva del Garda.

Solltet Ihr, wie wir, planen in der Hauptsaison zu transalpen, dann empfiehlt es sich relativ früh die Zimmer/den Stellplatz zu reservieren. Sämtliche Campingplätze in Riva und Torbole reservieren zu der Hauptferienzeit Stellplätze erst ab einer Mindestaufenthaltszeit von einer Woche (Stand 2019). Wir haben das in Kauf genommen auch wenn der VW Bus einige Tage „ungenutzt“ dort Stand. Wir sind letztendlich um 11:00 Uhr am Vormittag in Riva auf dem Campingplatz Al Lago angekommen. Nach einigen Kaltgetränken, Snacks und einer langen Dusche wollten wir uns für einige Stunden ablegen. Das Wetter war allerdings so gut (wenigstens jetzt), dass es schlichtweg zu heiß war sich in das Pop-Top oder das Zelt zu legen. Dies ist in einem Hotelzimmer sicherlich angenehmer und auch die Nasszelle bringt einen gewissen Komfort, den direkten Strandzugang vom Camper möchte ich allerdings auch nicht missen.

Wie gesagt, das muss jeder für sich entscheiden, was besser passt. Wir haben den Tag dann an der Liegewiese am Seeufer gut genutzt und nach dem ein oder anderen Bier und Espresso war die Müdigkeit und Erschöpfung verflogen. 

Der Beitrag Aufenthalt und Rücktransfer erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
https://www.muenchenriva.de/aufenthalt-und-ruecktransfer/feed/ 2
Routenplanung München Riva https://www.muenchenriva.de/routenplanung/ https://www.muenchenriva.de/routenplanung/#comments Sat, 17 Aug 2019 17:00:35 +0000 http://muenchenriva.de/?p=255 Die Teilstücke der Routenplanung werden nachfolgend detailliert beschrieben. Das Tourprofil stimmt weitestgehend mit der geplanten Route überein. Lediglich kurz vor Trento haben wir ein paar ungeplante Extrakilometer einlegen müssen. Zu diesem Zeitpunkt war meine Suunto Ambit Uhr bereits ausgefallen die ich zum Navigieren genutzt habe. Dadurch, dass die Hintergrundbeleuchtung der Uhr einige Stunden in der… Weiterlesen »Routenplanung München Riva

Der Beitrag Routenplanung München Riva erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
Transalp München Riva - Routenplanung

Die Teilstücke der Routenplanung werden nachfolgend detailliert beschrieben. Das Tourprofil stimmt weitestgehend mit der geplanten Route überein. Lediglich kurz vor Trento haben wir ein paar ungeplante Extrakilometer einlegen müssen. Zu diesem Zeitpunkt war meine Suunto Ambit Uhr bereits ausgefallen die ich zum Navigieren genutzt habe. Dadurch, dass die Hintergrundbeleuchtung der Uhr einige Stunden in der Nacht aktiv war, ist der Akku unvorhergesehen schnell leer gegangen. Um das permanente Rauskramen des Handys aus dem Rucksack zu vermeiden sind wir dann den Etschtal Radweg Schildern gefolgt und dann doch teilweise wieder Straße gefahren, da wir das Gefühl hatten, dass der Radweg einige Schlenker macht die wir uns sparen wollten. Ein ganz schönes hin und her, zu diesem Zeitpunkt unnötig. 

Daraus gelernt: Die geplante Route kann so gut sein wie sie will, wenn es am Navigationsgerät hapert, dann wird es nervig. Ich selbst bin kein Fan davon, das Handy am Lenker zu befestigen, ganz davon abgesehen, dass auch nur wenige Handys 20 h am Stück navigieren können. Zur Sicherheit sollte man die Route aber auch immer auf dem Handy verfügbar haben (osmand, komoot, etc.).

Im Detail…

Nachfolgend habe ich alle Teilstücke aufgelistet und mit einer Darstellung versehen. Dazu ein paar Beschreibungen und Kommentare von meiner Seite über die Streckenabschnitte die man hätte besser machen können, oder wo ich mir bei der Planung nicht sicher war…
Das Strecken- und Höhenprofil findet Ihr hier. Gerne könnt Ihr Kommentare abgeben falls Ihr die Teilstücke kennt und um Beschaffenheit etc. bescheid wisst.

Gerne stelle ich auch auf Anfrage unsere Track bereit. Allerdings sind dort wie beschreiben einige Extrakilometer drin und ich habe den Track nach der Tour nicht korrigiert oder neu gezeichnet. Geplant habe ich die Route im Suunto Movescount Portal, die Beschaffenheit der Wege ist dort leider nicht immer 100% zutreffend oder erkennbar.

WegpunktKilometer (ca.)
München – Grünwalder Stadion0 km
Bad Tölz43 km
Sylvensteinspeicher67 km
Achenkirch84 km
Jenbach110 km
Schwaz118 km
Hall in Tirol138 km
Matrei am Brenner162 km
Brenner181 km
Sterzing197 km
Brixen230 km
Klausen243 km
Bozen273 km
Auer293 km
Trento339 km
Rovereto366 km
Mori373 km
Nago383 km
Riva del Garda388 km

Teilstücke

Grundsätzliches: Die geplante Route sollte zu 100% auf asphaltierten Wegen verlaufen. Radwege hatten Vorrang zu Straßen, es sei denn sie waren nicht asphaltiert, daraus resultierten zu viele Extrakilometer oder führten zu nennenswerten Zusatzsteigungen. Ab Italien wird die Streckenführung relativ einfach, da man vom Brenner bis zum Gardasee (bis auf 2 Ausnahmen, mehr dazu unten) auf einem gut beschilderten, asphaltierten Radweg (Eisack/Etschtal Radweg) fahren kann.
Die blaue Linie auf den jeweiligen Kartenausschnitten ist der aufgezeichnete Weg den wir tatsächlich gefahren sind.

München – Bad Tölz

Das erste Teilstück nach Bad Tölz

Viele Wege führen nach Rom. Es gibt diverse Strecken die man von München nach Tölz nehmen kann. Wir haben uns für den Weg aus der Stadt durch den Perlacher Forst entschieden. Bis Unterhaching kann man so größtenteils auf Radwegen fahren. Ab dort haben wir nicht sehr stark befahrene Landstraßen gewählt. Dabei ging es ziemlich hoch und runter, wir hatten eher mit einem leicht ansteigenden Profil gerechnet. Es ist auch möglich über den Tegernsee, Kreuth und den Achenpass zu fahren und so Bad Tölz und den Sylvensteinspeicher zu umgehen. Dies sind allerdings ein paar Extrakilometer.

Bad Tölz – Sylvensteinspeicher

Links geht der Radweg (blau gestrichelt) Richtung Staumauer ab

Wir haben uns für die Route über die „Dörfer“ entschieden, hinter „Winkel“ sind wir auf den asphaltierten Radweg gewechselt. Der Weg über die B13 spart sicherlich ein paar Meter und Anstiege, ist aber auch stark befahren. Hinter Lenggries muss man aufpassen, dass man nicht auf die Straße in die Jachenau gerät. Kurz vor dem Sylvensteinspeicher geht der Radweg links weg und führt am Ende durch einen kleinen Tunnel zur Staumauer. Leider war dieser bei uns aufgrund Sanierungsarbeiten gesperrt, der Radweg ist aber definitiv empfehlenswert und durchgängig asphaltiert.

Sylvensteinspeicher – Achenkirch

Vermeintlicher Radweg. Lieber auf der Hauptstraße bleiben

Am Ende des Sylvensteinspeichers wollten wir weg vom Verkehr und sind auf einen zunächst asphaltierten Weg von der Hauptstraße abgefahren. Dieser wird irgendwann zu einer Schotterpiste, von daher nicht zu empfehlen.
Auf dem Stück zwischen dem ehemaligen Grenzübergang auf der Achenseestraße und Achenkirch haben wir den Radweg komplett vermieden. Wir sind ihn vor einigen Jahren mal mit dem MTB gefahren und waren der Meinung, dass er nicht durchgängig asphaltiert ist und teilweise Rampen drin hat, die es auf der Straße nicht gibt. Ob dies nach wie vor noch so ist, kann ich nicht sagen, wir wollten auf Nummer sicher gehen.

Achenkirch – Jenbach

Radweg am Achensee

Da die B181 entlang am Achensee offiziell für Radfahrer gesperrt ist und auch nicht sonderlich schön für Biker zu fahren ist, bleibt nicht viel anderes übrig als den Radweg unten am Ufer zu nehmen. Der Radweg ist an schönen Wochenenden sicherlich stark überlaufen ansonsten gut zu nehmen.
In Maurach gelangt man wieder auf die B181. Wir haben uns für die Abfahrt über die Kanzelkehre entschieden, es gibt auch den Weg über die Kasbachstraße. Es folgt dann die rasante Abfahrt ins Inntal und der erste große Anstieg ist überwunden.

Jenbach – Hall in Tirol

Wegstück zwischen Jenbach und Hall i. T.

Zwischen Wiesing und Jenbach sind wir auf der Straße gefahren und erst in Höhe Jenbach auf den Inntal Radweg. Auch hier waren wir uns nicht sicher ob der Radweg vorher schon asphaltiert ist.
Dadurch dass wir in Schwaz unsere große Pause gemacht haben hat es uns vom Radweg weg in die Innenstadt gezogen.
Zwischen Schwaz und Hall in Tirol sind wir bis Pill Radweg gefahren, danach auf die Landstraße bis zum Industriegebiet Mils. Das Stück kann man besser machen, wir hatten Glück da die Straße wegen Bauarbeiten für PKW gesperrt war. Bei normalen Bedingungen ist der Radweg sicherlich entspannter, sollte er asphaltiert sein, da waren wir uns nicht sicher. Danach weiter auf dem Inntal Radweg weiter bis es auf die B171 geht um auf die Römerstraße zu gelangen.

Hall in Tirol – Matrei am Brenner (Römerstraße)

Die Römerstraße zwischen Hall i. T. und Matrei am Brenner

Im Netz findet man einiges über die Römerstraße welche einen auf dem Aufstieg zum Brenner bis Matrei bringt. Definitiv lohnenswerter und ruhiger als der Aufstieg über die stark befahrene B182. Alternativ, wollte man unbedingt durch Innsbruck, ist der Aufstieg über die Igler Str./Patscher Str. möglich beide Straßen treffen kurz vor Patsch aufeinander.
Wir haben uns für den Weg über Ampass, Aldrans nach Patsch entschieden, da man so schneller aus dem Inntal gelangt. Ich selbst habe die zwei steileren Stücke bis Patsch nicht so aufregend empfunden, wie ich es zuvor in einigen Fahrberichten gelesen habe. Mit dem Roadbike alles sehr gut machbar.

Nach Patsch schlägt die Römerstraße einige Kapriolen wo im Vergleich zu der Bundesstraße der ein oder andere Höhenmeter mehr eingesammelt wird. Aufgrund der Abgeschiedenheit würde ich das allerdings immer wieder in Kauf nehmen. Wäre es nicht dunkel gewesen hat man hier super Blicke über Innsbruck und in Richtung Brenner, bei uns war die Sicht eher sehr limitiert und man musste in Kurven oder Gegenverkehr schon gut aufpassen. Die konkreten Steigungen der Teilabschnitte kann man bei den bekannten Portalen wie z.B. quaeldich.de abrufen.

Matrei am Brenner – Brenner

Das letzte Teilstück vor Italien

Das Stück zwischen Matrei und Brenner verläuft über die B182 und führt durch die Gemeinden Matrei, Steinach, Stafflach, Gries und Lueg. Der Weg ist stetig aber nicht steil ansteigend. Am Ende, die letzten Kilometer, zieht er etwas an. Die Ankunft am Brenner sollte man sich nicht wildromantisch vorstellen. Viel Verkehr, viele LKWs, viele Straßen, viele Gleise und Gewerbegebäude. Tagsüber finden sich hier sicherlich viele Möglichkeiten der Einkehr oder Nachschubbeschaffung.

Brenner – Sterzing

Am Brenner rechts für den Radweg-Einstieg

Nach der Ankunft am Brenner hat man die letzte wesentliche und gleichzeitig auch längste zusammenhängende Steigung der Tour überwunden. Allerdings liegt noch mehr als 50% der Gesamtstrecke vor einem.
Ab dem Brenner beginnt der Eisack Radweg bis dieser bei Bozen auf den Etschtal Radweg trifft. Den Einstieg am Brenner in den Radweg findet man potentiell eher wenn man sich kontinuierlich rechts hält. Wir haben ein paar Extrameter drehen müssen, bevor wir drauf waren. Ab hier geht es jetzt 90 km überwiegend und vor allem spürbar bergab. D.h. Körper und Durchhaltevermögen können jetzt ein Stück weit recovern und der Schnitt angehoben werden.

Blau gestrichelt die Radwegschleife durchs Pflerschtal

In Brennerbad haben wir zunächst den Radweg verlassen und sind auf die Brennerbundesstraße gewechselt. Hintergrund ist, dass der Radweg eine große Schleife durch das Pflerschtal dreht, der alten Bahntrasse folgend (Auf dem Kartenausschnitt sieht man einen blau gestrichelten Weg der die große Schleife dreht / Der Weg durch das Pflerschtal sind in etwa 6 km mehr). Tagsüber sicherlich schön zu fahren. Da wir in absoluter Dunkelheit unterwegs waren, haben wir uns die Extrakilometer gespart. In Gossensass trifft man wieder auf den Radweg. Danach den Radwegschildern Richtung Sterzing weiter folgen und nach einem kurzen Anstieg über ein paar Höfe und Anbaugebieten geht es weiter stetig bergab nach Sterzing.

Sterzing – Brixen

Von Sterzing nach Brixen I

Bei Planung der Tour waren wir uns bei diesem Teilstück absolut unsicher. In vielen Berichten, die allerdings alle schon älter waren, war davon die Rede, dass es auf dem Radweg zwischen Sterzing und Brixen einige Schotterpassagen gibt, zusätzlich dazu, dass der Weg am westlichen „Talrand“ entlang läuft und immer wieder Steigungen kommen, z.B. Aufstieg zum Vahrner See. Auf dem Rückweg habe ich allerdings aus dem Auto raus darauf geachtet und konnte den Weg einige Mal in gut ausgebauten Zustand sehen. Wir wollten hier allerdings auf absolut Nummer sicher gehen, da ja schon vorher klar war, dass wir das Teilstück in der tiefen Nacht fahren werden und hier keine Überraschungen erleben wollten.

Von Sterzing nach Brixen II

Aus diesem Grund sind wir bis Brixen ca. 85% Straße gefahren. Dies wäre ziemlich schaden, wenn es doch parallel den gut ausgebauten Radweg gegeben hätte, falls das jemand weiß bin ich um das Feedback dankbar, da ich sicherlich nicht das letzte Mal das Eisacktal durchfahren bin. Schilder Richtung Radweg hat es jedenfalls genug gegeben aber wir sind weiter auf der Straße geblieben.
Vom Abstieg her verläuft das Teilstück weitestgehend flach, auch auf der Straße gab es sogar leichte Anstiege, bevor es kurz vor Brixen wieder spürbarer bergab geht.

Brixen – Bozen

Das beste Stück des Eisack Radwegs

Das Teilstück von Brixen nach Bozen macht richtig Spaß. Stetig bergab wechselt der perfekt ausgebaute Radweg immer mal die Eisackseite und kreuzt die Brennerautobahn unter ihren hohen Stelzen. Im Teilstück nach Klausen, wo man kurz durch die Innenstadt rollt, kommen diverse alte Eisenbahntunnel die bei entsprechender Länge gut beleuchtet sind. Nach den letzten Tunneln weitet sich das Tal wieder und man erreicht Bozen. Für einen Abstecher in die Innenstadt war es bei uns zu früh, zur Stärkung für die letzten 100 km aber sicherlich sehr vielfältig.

Bozen – Trento

Von Bozen nach Trento

Ab jetzt beginnt der Etschtal Radweg der einen relativ monotonen Charakter hat. Das absteigende Gefälle ist kaum mehr wahrnehmbar und der Radweg verläuft immer parallel oder zwischen der Autobahn und Etsch. Hin und wieder kommen durch den Verlaufswechsel ein paar Brücken, der Radweg an sich ist nach wie vor hervorragend ausgebaut.

Durch den Ausfall meiner Uhr welche ich zum Navigieren verwendet habe, wurde es vor Trento ein wenig wild. Gefühlsmäßig macht der Radweg dort einige Extraschleifen, also sind wir auf die Straße gewechselt. Wir sind allerdings voll in den morgendlichen Berufsverkehr geraten was in Trento auf den größeren Straßen wirklich kein angenehmes Erlebnis war. Also wieder zurück auf den Radweg, man sieht das auf dem Kartenausschnitt. Das hin und her zu diesem Zeitpunkt hätte man sich sparen können. Von daher meine Empfehlung für eine Routenplanung entweder man nimmt die Radwegschleifen in Kauf oder man sucht sich einen Weg der durch Trento geht aber nicht über die großen Hauptstraßen. In jedem Fall sollte man dann aber bei seiner Entscheidung bleiben und durchziehen.

Trento – Mori

Es zieht sich bis Rovereto

Nach Trento kommt als nächste größere Stadt Rovereto. Immer wieder wechselt man die Etschseite über Brücken was ein wenig Abwechslung in die Monotonie bringt. Das Stück zieht sich ganz schön vor allem mit 330 km in den Knochen. Nach wie vor ist der Radweg gut ausgebaut und beschildert, man kann da eigentlich nicht viel falsch machen. Wer schon am Gardasee war weiß, dass es mit dem Auto in Rovereto Süd abgeht. Bis dahin wechselt der Radweg einige Male die Flussseite und verlangt noch mal knappe 30 km ab. Ggf. ist der Weg auf der Straße nach Rovereto kürzer und auch schneller, der Radweg aber definitiv unstressiger.

In Mori gut aufpassen und der geplanten Route folgen.

Bei der Abbiegung und dem Beginn der Auffahrt nach Mori haben wir uns ein wenig verfranzt und mussten durch einen kleinen Weinberg. Auch hier empfiehlt es sich seiner geplanten Strecke treu zu bleiben oder den Schildern Richtung „Lago di Garda“ zu folgen. Der letzte Anstieg der Tour beginnt. Bis Mori wird man dann teilweise über Radwege teilweise über Straßen geleitet. Soweit wir das erfasst haben für hier anfangs kein Weg an der Straße vorbei, der Anstieg ist schnell hinter sich gebracht. In Mori angekommen ist es wirklich nicht mehr weit und es kommt keine böse Überraschung mehr.

Mori – Riva del Garda

Das Ziel ist nah, das letzte Teilstück

Etwas unterhalb der Hauptverkehrsader zum Gardasee verläuft der Radweg bis kurz vor Nago die Steigung ist nur noch sehr verhalten. Aktuell (Stand 2019) wird ein Tunnel durch Nago gebaut und der Radweg wird teilweise mit ziemlich steilen Rampen umgeleitet. Dem Ziel so nah vor Augen stellen aber auch diese Rampen kein Problem mehr da, der Körper arbeitet mechanisch und relativ automatisch dem Tourende zu.
Auch wenn es eigentlich für Fahrradfahrer nicht erlaubt ist wollten wir unbedingt die Straße zwischen Nago und Torbole fahren. Vor allem um das obligatorische Foto mit Gardaseepanorama aus der oberen Kurve zu schießen.
In Torbole angekommen sind wir an die Sarca und vorne am Strand Richtung Riva del Garda. Dort fährt man noch den Radweg außen an der Galerie und passiert recht bald das Ortsschild von Riva. Got it!

Für die eigene Planung lässt sich Open Street Maps sehr gut verwenden. Alle hier verwendeten Kartenausschnitte sind von Open Street Maps.

Der Beitrag Routenplanung München Riva erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
https://www.muenchenriva.de/routenplanung/feed/ 2
Training https://www.muenchenriva.de/training/ https://www.muenchenriva.de/training/#respond Sat, 17 Aug 2019 16:57:53 +0000 http://muenchenriva.de/?p=251 Natürlich ist das vorbereitende Training ultimativ wichtig für das Vorhaben. Jedoch ist es äußerst schwierig einen grundsätzlichen Trainingsplan zu veröffentlichen, der dann für jedermann das Richtige ist. Zu viele spezifische Faktoren gibt es wie jeder einzelne von uns Trainingseinheiten verarbeitet und wie man darauf aufbaut.

Der Beitrag Training erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
Transalp München Riva - Training

Natürlich ist das vorbereitende Training ultimativ wichtig für das Vorhaben. Jedoch ist es äußerst schwierig einen grundsätzlichen Trainingsplan zu veröffentlichen, der dann für jedermann das Richtige ist. Zu viele spezifische Faktoren gibt es wie jeder einzelne von uns Trainingseinheiten verarbeitet und darauf aufbaut.

Bei mir persönlich gibt es eine sehr individuelle Vorgeschichte. Eine anatomische Begebenheit meiner oberen Atemwege hat in den Wintern 2016-2018 dazu geführt, dass ich wochenlang Infekte nicht mehr losgeworden bin. Jahr für Jahr hat die Zeit zugenommen in denen ich Sportpausen einlegen musste. Im Winter 2018 begann ich daran zu zweifeln ob es überhaupt noch mal gut werden kann. Aus diesem Grund habe ich mich Mitte Januar 2019 operieren lassen. Im Aufwachprozess der Vollnarkose habe ich beschlossen die Eintages-Transalp durchzuführen, quasi als Beweis, dass doch wieder alles gut wird.

Die vom Arzt verordnete Sportpause ging bis zur zweiten Februar Woche. Den Tourtermin habe ich mit Theo auf den 6. August gelegt. Das bedeutet, dass ziemlich genau 6 Monate Zeit vorhanden war um die notwendige Kraft und Kondition aufzubauen, denn nach meinem Krankenhausaufenthalt war nicht viel übrig geblieben.

Trainingsziele

Von Anfang an hatten Theo und ich ein Trainingsziel gesetzt. Wenn wir eine 250 km Tour mit ca. 2500 hm problemlos abreißen, dann reicht dies um die Tour zu fahren. Davon abgeleitet habe ich mir Monatsziele für Touren gesetzt, d.h. mindestens eine Tour in dem Monat musste entsprechende Länge und Höhe haben…

MonatLängeHöhenmeter
Februar50 km750 hm
März100 km1250 hm
April150 km1500 hm
Mai200 km2000 hm
Juni225 km2250 hm
Juli250 km2500 hm

Mein Trainingsplan hat auf 3 Säulen aufgebaut

  • pro Woche 3 Bike-Ausfahrten; insgesamt jedoch mindestens 150 km
  • 1-2 Mal die Woche 10 km Joggen
  • 1-2 Mal die Woche 1 h auf den Crosstrainer (30 Min Berg-/30 Min Intervalltraining)

Soweit die Planung. Hingehauen hat das natürlich nicht immer, da dieser Plan darauf basiert an mindestens 5 von 7 Tagen zu trainieren. Ich würde schätzen, dass mir das höchstens in 15 von den 25 verfügbaren Wochen gelungen ist. Urlaube, Ruhephasen nach langen Touren und Familienevents haben immer wieder zu Unterbrechungen geführt. Auch, dass ich mit dem Aufbau im Februar nur langsam beginnen konnte führte zu einem eher verhaltenen Ramp-Up.

Der innere Schweinehund

Die familienfreundliche Vorbereitung habe ich in meinem Fall intensiv mit dem Pendeln verknüpft. Ich wohne am Ammersee und gehe im Münchner Norden zur Arbeit. Eine gut zu fahrendende Bikeroute, die auch im Dunkeln nicht pausenlos über Hauptstraßen führt, ist ca. 52 km lang. Eine optimale Trainingsdistanz zumal auch ca. 350 hm dabei sind.

Mindestens 1 Mal die Woche bin ich an einem Tag morgens zur Arbeit und am nächsten Tag wieder zurück. Manchmal auch mehrfach die Woche, manchmal auch an einem Tag hin und zurück. Von der Distanz her stellt das keine große Herausforderung dar. Bedenkt man jedoch, dass zwischendrin auch noch 8 h mitunter anstrengende Arbeit verrichtet werden muss und zuhause noch die Kids auf einen warten, dann war eine Strecke pro Tag schon ausreichend.

Das morgendliche Fahren hat so ausgesehen, dass der Wecker um 5:00 Uhr geklingelt hat und ich 30 Minuten später auf dem Sattel saß. Gute 2 Stunden brauche ich für die Strecke. Dort unter die Dusche so, dass ich um 8:00 Uhr im Termin sitzen konnte. Mit dem Begin Anfang Februar bedeutet das bei Minusgraden, Schneefall und Dunkelheit vor der Arbeit anzufangen und im Juli bei 38 Grad nach 8 Stunden Arbeit wieder nach Hause zu fahren. Auf diese Art und Weise bin ich meinen inneren Schweinehund öfters begegnet. Die Implikation daraus bedeutet ja auch, dass man am Vorabend früh ins Bett geht und an den Fahrtagen abends ziemlich k.o. ist. So ist mir doch der ein oder andere lauschige Sommerabend im Jahr 2019 durch die Lappen gegangen.

Pendeltraining

Auf der anderen Seite konnte man so locker unter der Woche schon über 100 km abreißen, so dass ich oft am Wochenende nur noch eine Ausfahrt gemacht habe. In den Wochen wo ich 3 oder 4 Mal gependelt bin, habe ich ganz auf Wochenendtouren verzichtet. Für mich war dies auch wichtig, da ich irgendwann einen gewissen Trainingsüberdruss feststellen konnte. An den Wochenenden dann Familienzeit, Wanderungen oder Kurzurlaube waren wichtig für die Abwechslung. Die Jogging-Schuhe kann man immer einpacken und eine Stunde laufen gehen. 

Wenn man die Möglichkeit hat auf der Arbeit zu duschen und sich umzuziehen bringt das schon einige Vorteile. Hin und wieder habe ich auch die Mittagspause genutzt um im Olympiapark laufen zu gehen. Das direkte Hin- oder Zurückradeln von/zur Arbeit oder das Laufen in der Mittagspause ist für mich persönlich viel angenehmer als das Aufraffen wenn man schon zuhause ist. Trotzdem war die gesamte Vorbereitung relativ anstrengend und hat viele Körner gekostet. Auch wenn erheblich mehr Zeit für Freunde und Familie bleibt verbindet man einen Großteil der Trainingseinheiten mit der Arbeit.

Trainingsoptimierung

Dadurch, dass ich schon viele Jahren MTB Touren und auch Alpenüberquerungen gefahren bin und seit der Laufgruppe im Studium regelmäßig laufen gehe, kenne ich mich mit meinem eigenen Kraft- und Konditionsaufbau gut aus. Während ich für MTB Touren viel auf konditionelles Training gegangen bin, da die Kondition auf steilen Schotter-Uphills und Trailrampen definitiv vorhanden sein muss, war es hinsichtlich des Eintages-Alpencross eher die Kraft an der ich arbeiten wollte.  Wie gesagt das „Road-Segment“ und entsprechend lange Distanzen sind neu für mich.

Nach ca. 3 Monaten Training habe ich allerdings festgestellt, dass das bloße runterschruppen von Kilometern sowohl beim Laufen als auch Biken eine gewisse Leistungsschwelle nicht überschreitet. Ich habe wirklich gemerkt, dass es hinsichtlich der Leistungserfolge nicht weitergeht. Heute kann man das ja alles über STRAVA und Co. sehr gut im Überblick behalten.

Dann kam das Intervall

So kam es, dass ich mich dann mit Intervalltraining und HIIT beschäftigt habe und mir daraus ein vertretbares Trainingsprogramm abgeleitet habe. Ich wohne zwar in Oberbayern doch nicht direkt an den Bergen, da ich der Meinung bin, dass mit Hilfe von Steigungen das effektivste Training gestaltet werden kann. Was ich aber direkt im Outback hinter meinem Haus habe ist ein Endmoränen-Hügel mit ca. 50 hm Höhendifferenz (vgl. Olympiaberg im Olympiapark). Diesen Hügel habe ich dann sehr stark in mein Trainingsprogramm integriert. In der extremsten Zeit bin ich dann sowohl beim Laufen als auch in kürzeren Bike-Trainingseinheiten immer diesen Hügel hoch und runter in der Hoffnung, dass mich kein Nachbar dabei beobachtet, da man mich dann sicherlich für gestört erklärt hätte. 😉

Profil Intervall-Steigungs-Training Run
Profil Intervall-Steigungs-Training Run
Profil Intervall-Steigungs-Training Bike
Profil Intervall-Steigungs-Training Bike

Siehe da, nach einiger Zeit ging es spürbar weiter mit den Trainingserfolgen. Der Schlüssel war tatsächlich das Intervall. Das sich dies so bemerkbar macht konnte ich mir zuvor wirklich nicht vorstellen.

Trainingserfolge im Hinblick auf den Radsport sind leicht messbar. Ich habe es schlichtweg dadurch gemerkt, dass man bekannte Strecken und Steigungen in höheren Gängen fahren konnte. Für mich war das ein guter Indikator zu merken, dass sich etwas tut.

Rückschläge & Trainingspausen

Die Kehrseite des zuvor beschriebenen Intervall-Steigungs-Laufens ist, dass ich im Juni Mittelfußprobleme am linken Fuß bekommen habe. Dies ging so weit, dass ich 1 bis 2 Tage nach dem Lauftraining Schmerzen beim Auftreten im Mittelfuß hatte. Als sich die Schmerzen im Fuß auch beim Biken bemerkbar gemacht haben, musste ich das Laufen Ende Juni als vorbereitende Trainingsmaßnahme abhaken. Bis heute (Ende August) war ich nicht wieder laufen und auch nicht beim Orthopäden. Ich hoffe, dass es lediglich eine Überlastungsproblem ist und nach einigen Wochen Laufpause wieder alles in Ordnung kommt.

In dem Moment (Juni 2019) war das ein Rückschlag, da ich das Laufen immer noch als sehr effektiven Trainingsbaustein betrachte. Aufgefangen habe ich das durch kürzere Intervall-Steigungs-Einheiten auf dem Bike oder durch den Crosstrainer.

Zeitgleich kam unser 3-Wöchiger Familienurlaub mit dem Wohnmobil Mitte Juni bis Anfang Juli. Um den Trainingsstand zu halten hätte ich normalerweise meine Laufschuhe eingepackt und wäre öfters Laufen gegangen . Da dies nun nicht mehr möglich war und ich auf der anderen Seite auch nur mein Trekking-Bike dabei hatte, gab es nahezu keine Trainingseinheiten im Urlaub. Rückblickend muss ich sagen, dass ich ein Stück weit Angst hatte an Kraft und Muskeln zu verlieren, da nach dem Urlaub auch nur noch 4 Wochen Zeit für die Vorbereitungen vor der Tour waren.

Trust in yourself

Man sollte sich da mehr vertrauen, das habe ich dadurch  gelernt, letztendlich habe ich keinen Verlust an Kraft oder Kondition spüren können. Es war eher positiv dem Körper eine Ruhepause zu geben. Mit Kids im Wohnmobilurlaub an der französischen Atlantikküste ist man ohnehin aktiv und hängt nicht 3 Wochen im Liegestuhl, ich denke das war ausreichend, plus die ein oder andere Ausfahrt mit Rucksack zum Supermarkt o.ä. um den Trainingsstand zu halten.

Was ein besorgniserregender Punkt war, dass ich 2,5 Wochen vor Tourbeginn richtig schmerzhafte Halsschmerzen bekommen habe und mich schlapp fühlte. Der HNO-Arzt hat mir mit Verdacht auf eine Streptokokken-Infektion ein Antibiotikum verschrieben, inklusive einer Woche Sportpause. Ein Abstrich hat am Ende ergeben, dass es keine Streptokokken waren sondern ein „normaler“ Infekt, bedeutet also, die Einnahme des Antibiotikums hätte ich mir sparen können. Auch das hat mich damals ziemlich nervös gemacht, aber auch hier habe ich gelernt, dass man sich mehr vertrauen sollte.

Das was man 6 Monate lang aufgebaut hat, geht nicht dadurch unter, dass man 2 Wochen vor dem Event eine Pause einlegen muss. Mir persönlich fällt das sehr schwer in solchen Momenten dieses Bewusstsein zu haben und selbst davon überzeugt zu sein. Vielleicht war es aber auch eher die ärgerliche Tatsache, dass ich seit der Operation Mitte Januar nicht krank war und ausgerechnet 2 Wochen vor der Tour einen Infekt abgestaubt habe.

Die letzten Tage vor der Tour

… sollte jeder so gestalten wie es sich für ihn richtig anfühlt. Ich selbst habe in der Woche unmittelbar vor der Tour dem Körper Ruhe gegönnt und nur noch leichtere Einheiten absolviert. 2 Tage vor der Tour habe ich dann noch eine flache 50 km Runde gedreht um die Muskeln anzusprechen.

Überblick der Trainingseinheiten in der Vorbereitung

Alle Einheiten in den 6 Monaten Vorbereitung. Biketouren unter 20km erfasse ich generell nicht, genauso wie Wanderungen, Wintersport und Tennis-Matches die in der Zeit auch stattgefunden haben.

AktivitätAnzahlZeit in hKilometerHöhenmeter
Crosstrainer161656
Run20202114516
Bike58166390538676
Gesamt94202417243192

Biketouren in den 6 Monaten Vorbereitung:

8 TourenZwischen 20 km und 49 km
43 TourenZwischen 50 km und 99 km
4 TourenZwischen 100 km und 199 km
3 TourenZwischen 200 km und 255 km

Trainingseinheiten pro Monat nach Sportart

Februar

AktivitätAnzahlZeit in hKilometerHöhenmeter
Crosstrainer4414
Run3331292
Bike5102242170
Gesamt12172692462

März

AktivitätAnzahlZeit in hKilometerHöhenmeter
Crosstrainer4414
Run55521100
Bike9225626893
Gesamt18316287993

April

AktivitätAnzahlZeit in hKilometerHöhenmeter
Crosstrainer113,5
Run44421102
Bike12337876875
Gesamt1738832,57977

Mai

AktivitätAnzahlZeit in hKilometerHöhenmeter
Crosstrainer227
Run44421123
Bike9307146939
Gesamt15367638062

Juni

AktivitätAnzahlZeit in hKilometerHöhenmeter
Crosstrainer227
Run4444899
Bike10296955830
Gesamt16357466729

Juli

AktivitätAnzahlZeit in hKilometerHöhenmeter
Crosstrainer3310,5
Run
Bike11337737338
Gesamt1436783,57338

August

AktivitätAnzahlZeit in hKilometerHöhenmeter
Crosstrainer
Run
Bike291502631
Gesamt291502631
Einen guten Artikel zu Intervalltraining und HIIT für Rennradfahrer gibt es im Tour Magazin.

Der Beitrag Training erschien zuerst auf Transalp München Riva am Gardasee.

]]>
https://www.muenchenriva.de/training/feed/ 0